Liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir begrüßen Sie herzlich im Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V., dem Verbund niedergelassener Kinder- und Jugendärzt*innen Münsters und Umgebung.

Mit unserem Kinder- und Jugendärzt*innen-Netz bieten wir Ihnen und Ihren Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahre die bestmögliche ambulante Gesundheitsversorgung mit einheitlich hohen Qualitätsstandards. Die enge Kooperation untereinander und mit stationären und ambulanten Spezialeinrichtungen der Kinder- und Jugendmedizin ermöglicht es, die netzinternen Fachkompetenzen und die ambulanten Untersuchungs- und Therapieverfahren sinnvoll zu nutzen und die Zahl und Dauer der Klinikaufenthalte gering zu halten. Machen Sie sich ein Bild von unserem Leistungsspektrum.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Für Terminvereinbarungen wenden Sie sich bitte an die von Ihnen gewählte Kinder- und Jugendarztpraxis. Sie finden diese in der Rubrik links "Praxisverzeichnis".

Für Rückfragen zum Ärztenetz e. V. kontaktieren Sie bitte unsere Netzsekretärin unter der Mail-Adresse: reuter.paednetz@noSpam.web.de

Auf den nächsten Seiten erhalten Sie praktische medizinische Tipps, Adressen für den Notfall, das Verzeichnis der Mitgliedspraxen des Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V.  und Informationen über wichtige Termine, Aktivitäten und Informationsquellen.

Wichtige Hinweise:

Durch u.g. Maßnahmen sind Sie und Ihr Kind vor Ansteckung in den Praxen geschützt!
Nehmen Sie unbedingt zeitgerechte Termine für Vorsorgen und Schutzimpfungen wahr!
Fehlende oder verspätete Impfungen oder Vorsorgen gefährden Ihr Kind!


AKTUELLE iNFORMATIONEN ÜBER Infekte und Infektionskrankheiten -- Vorgehen bei Infektionsverdacht

RSS Feed kinderaerzte-im-netz.de

  • Ozonbelastung mindert positive Wirkung von Sport auf Kinderlungen

    Die auf der ATS präsentierten Ergebnisse legen nahe, dass die gesundheitlichen Vorteile von Sport durch ungünstige Umweltbedingungen gemindert werden können.
    Die vorliegende Studie gehört zu den ersten Untersuchungen, die analysieren, wie das Zusammenspiel von intensiver körperlicher Aktivität und langfristiger Ozonexposition die Lungenentwicklung bei Kindern beeinflusst. Den Studienautoren zufolge deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Kinder in stärker belasteten Gebieten – sofern keine Maßnahmen gegen diese Umweltfaktoren ergriffen werden – möglicherweise nicht in gleichem Maße von den entwicklungsfördernden gesundheitlichen Vorteilen körperlicher Aktivität profitieren können wie ihre Altersgenossen in saubereren Umgebungen.

    „Die zentrale Botschaft lautet: Körperliche Aktivität und Umweltgesundheit sind eng miteinander verknüpft“, erklärte der Erstautor Dr. James Scales, Senior Research Fellow an der Queen Mary University of London. „Kinder zu körperlicher Aktivität zu ermutigen, ist unerlässlich; ebenso wichtig ist es jedoch sicherzustellen, dass sie in einer sauberen und gesunden Umwelt aufwachsen.“
    Die Förderung der Lungenentwicklung bei Kindern ist von großer Bedeutung, da die Lungenfunktion im Kindesalter die Atemwegsgesundheit im späteren Leben beeinflusst.
    Für die Studie analysierten die Forschenden Daten von mehr als 3.400 Kindern im Alter zwischen 6 und 9 Jahren, die über einen Zeitraum von vier Jahren im Rahmen der „Children’s Health in London and Luton“ (CHILL)-Studie erhoben worden waren. Sie setzten die Daten zum Aktivitätsniveau und zum Lungenwachstum der Kinder in Beziehung zur Luftschadstoffbelastung an deren Wohnorten – differenziert nach verschiedenen Arten von Luftverschmutzung.

    Einschränkung der positiven Trainingseffekte sogar stärker als durch Feinstaubbelastung

    Ein zentrales Ergebnis war: Während sich bei intensiver körperlicher Aktivität ein eindeutiger Zusammenhang mit der Lungenfunktion zeigte, war dies bei moderater Aktivität nicht der Fall. Dies legt nahe, dass die Intensität der körperlichen Betätigung für die Atemwegsgesundheit von Kindern eine entscheidende Rolle spielt. Zudem stellten die Forscher fest, dass Ozon – ein reaktives Gas, das die Atemwege reizen kann – eine größere Bedeutung für die Einschränkung der positiven Trainingseffekte hatte als die Belastung durch Feinstaubpartikel.

    „Dies deckt sich mit unserem bisherigen Wissensstand über die biologischen Wirkungen von Ozon während körperlicher Belastung: Wenn die Atemfrequenz steigt, gelangt vermehrt Ozon in die Lunge, wo es eine reizende Wirkung auf die Atemwege entfaltet“, erläuterte Dr. Scales.

    Umweltbedingungen bei der Erstellung von Leitlinien für körperliche Aktivität künftig stärker berücksichtigt werden sollten, so die Hoffnung der Wissenschaftler*innen. Als nächsten Schritt planen sie weiterführende Studien, um zu untersuchen, ob es spezifische Schwellenwerte für die Ozonexposition gibt, ab denen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko ausgelöst wird. Sie hoffen zudem, die kurzfristigen Auswirkungen der Ozonbelastung auf die Atemwegsgesundheit von Kindern zu untersuchen.

    Quellen: newswise.com, American Thoracic S0ociety (ATS), American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine

  • Willkommensbesuche helfen Familien von Anfang an

    Eltern erleben das Angebot der Frühen Hilfen als wertschätzend, informativ und hilfreich. Das zeigen aktuelle Befragungen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH).

    Willkommensbesuche bei Familien mit Neugeborenen kommen gut an: Mehr als 90% der befragten Eltern, die einen Willkommensbesuch ihrer Kommune in Anspruch genommen haben, waren sehr zufrieden oder zufrieden damit. Das ergab eine aktuelle Befragung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH).

    Die Besuche unterstützen Eltern kurz nach der Geburt ihres Kindes. Sie erhalten Informationen über Angebote vor Ort, erfahren, an wen sie sich mit Fragen wenden können, und fühlen sich willkommen. 84,3% der befragten Eltern sagen, dass sie durch den Besuch einen guten Überblick über lokale Angebote und Anlaufstellen bekommen haben. 70,6% hatten dadurch das Gefühl, dass Familien und Kinder in ihrer Kommune willkommen sind.

    Willkommensbesuche sind ein freiwilliges Angebot der Kommunen für Eltern mit neugeborenen Kindern. Eine Auswertung der NZFH-Kommunalbefragungen ergab, dass in rund 60 Prozent aller befragten 564 Kommunen Willkommensbesuche als Angebot der Frühen Hilfen umgesetzt werden. Die Eltern erhalten bei dem Besuch meist ein Willkommenspaket mit Informationsmaterialien zu kommunalen Angeboten für Familien und einem kleinen Geschenk. Vor allem aber geht es um das persönliche Gespräch: Die Eltern können Fragen stellen, erhalten Hinweise auf passende Angebote und werden bei Bedarf an weitere Hilfen vermittelt.

    Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Durch Willkommensbesuche erhalten Familien einen besonders frühen und niedrigschwelligen Zugang zu weiteren Angeboten der Frühen Hilfen. Die Besuchenden informieren über Unterstützung vor Ort und vermitteln bei Bedarf dorthin. Die Erkenntnisse aus den Erhebungen des NZFH zeigen deutlich, wie wichtig Willkommensbesuche für einen guten Start ins Familienleben sind, wenn sie in ein kommunales Netzwerk Frühe Hilfen eingebettet sind.“

    Zentrale Ergebnisse im Überblick:

    • Willkommensbesuche sind weit verbreitet: 2024 gehörten sie in rund 60% der 564 befragten Kommunen zum Angebot der Frühen Hilfen. Deutschlandweit wurden im Jahr 2024 pro Kommune, die Willkommensbesuche anbietet, im Durchschnitt 934 Familien kontaktiert und davon 518 anschließend besucht. Die durchschnittliche Anzahl der kontaktierten und besuchten Familien ist in Großstädten drei- bis fünfmal höher als in den anderen Kreistypen.
    • Eltern bewerten die Besuche sehr positiv: Über 90% der befragten Eltern waren zufrieden oder sehr zufrieden. Zwei Drittel würden den Besuch ganz bestimmt weiterempfehlen.
    • Die Besuche vermitteln Information und Orientierung: 84,3% der Eltern sagten, dass sie durch den Besuch einen guten Überblick über Angebote, Anlaufstellen und Ansprechpersonen erhalten haben. Eltern mit Besuch fühlten sich außerdem besser über lokale Unterstützungsangebote informiert als Eltern ohne Besuch.
    • Die Besuche stärken das Gefühl, willkommen zu sein: 70,6% der befragten Eltern hatten nach dem Besuch das deutliche Gefühl, dass Familien und Kinder ihrer Kommune am Herzen liegen.
    • Die Besuche erleichtern den Zugang zu Hilfen: 82,5% der Eltern stimmten voll zu, dass der Besuch vermittelt hat, dass es in Ordnung ist, als Eltern Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
    • • Die Besuche informieren gut über konkrete Angebote vor Ort: Informiert wird bei den Besuchen vor allem über niedrigschwellige Angebote in Familien- oder Stadtteilzentren (66%), Eltern-Kind-Gruppen (70%) sowie Kurse für Eltern und Beratungsangebote (45%).
    • • Willkommensgeschenke erhöhen die Teilnahme: 42% der Eltern nahmen das Angebot unter anderem auch deshalb in Anspruch, weil sie das Begrüßungspaket und das Willkommensgeschenk erhalten wollten.
    • • Die Art der Einladung ist entscheidend: Besonders viele Familien nehmen teil, wenn sie automatisch einen konkreten Terminvorschlag erhalten und nur absagen müssen, wenn sie den Besuch nicht wünschen. Mit dieser sogenannten Widerspruchslösung kommen in den untersuchten Kommunen bis zu 90% der Besuche zustande. Müssen Eltern selbst aktiv einen Besuch anfragen, liegt die Quote nur bei 15%.
    • • Die Besuche sind unterschiedlich gestaltet: Durchgeführt werden die Besuche am häufigsten von Sozial- oder Diplom-Pädagoginnen und -Pädagogen, seltener auch von Personen aus Gesundheitsfachberufen. In 26,6% der Kommunen kommen auch Freiwillige zum Einsatz.

    Mehr Informationen zu den Willkommensbesuchen finden Sie unter: fruehehilfen.de
    _________________
    Rabea Ottenhues, K 1 - Presse und Öffentlichkeitsarbeit, übergreifende Kommunikation, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
    ________________
    Quelle: idw-online.de, BIÖG
     

     

  • Finger weg vom Spiritus! Grillunfälle sind zu 100% vermeidbar

    Das Problem bei Spiritus ist nicht nur die Flüssigkeit selbst, sondern die Gaswolke, die sich beim Ausgießen schlagartig bildet. Diese Dämpfe sind schwerer als Luft und breiten sich unsichtbar über dem Grill und in der Umgebung aus. Sobald eine Zündquelle wie ein Streichholz oder Restglut die Gaswolke erreicht, kommt es zu einer explosionsartigen Verpuffung. Diese meterhohen Stichflammen treffen oft Umstehende – vor allem Kinder, deren Gesichtshöhe sich genau auf der Höhe der Feuerwalze befindet.

    Feuerwehr und Ärztinnen/Ärzte mahnen eindringlich

    „Man kann es nicht deutlich genug sagen: Spiritus am Grill ist ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit der Umstehenden“, mahnt Dirk Aschenbrenner, Direktor der Feuerwehr Dortmund und Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb). „Mein Rat als Brandschützer: Nehmen Sie geeignete Zündmittel und sich ausreichend Zeit für sicheres Grillen – denn ein schöner Abend darf nicht mit einem lebenslangen Trauma enden.“

    Auch die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV) unterstützt den Appell von Paulinchen e.V.: „Auf flüssige Brandbeschleuniger sollte verzichtet werden“, erklärt Professor Paul Christian Fuchs, Präsident der DGV und Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie am Krankenhaus Köln-Merheim. „Der Griff zum falschen Anzünder führt oft zu monatelangen, teils jahrelangen Behandlungen und lebenslangen Narben – das erleben wir immer noch zu oft im klinischen Alltag, und den Schaden hat oft nicht der Anwender, sondern der gegenüberstehende Mensch.“

    Tipps für ein sicheres Grillvergnügen

    Damit der Grillabend sicher bleibt, müssen flüssige Brandbeschleuniger konsequent vom Grillplatz verbannt werden. Paulinchen e.V. empfiehlt:

    • Finger weg von Spiritus: Nutzen Sie ausschließlich geprüfte Grillanzünder, z. B. Anzündwürfel oder Grillkamine.
    • Gute Standfestigkeit: Der Grill muss kippsicher und windgeschützt auf ebenem Untergrund stehen.
    • Sicherheitsabstand für Kinder: Richten Sie eine „Schutzzone“ von mindestens 2 bis 3 Metern um den Grill ein.
    • Löschmittel bereitstellen: Ein Eimer Sand, eine Löschdecke oder ein Feuerlöscher sollten immer griffbereit sein. Wichtig: Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen!
    • Geduld beim Abkühlen: Die Glut braucht oft bis zu 48 Stunden, um vollständig zu erlöschen. Vergraben Sie heiße Kohle niemals im Sand – der Strand wird so zur unsichtbaren Falle für Kinderfüße.
    • Zudem ist das Grillen in geschlossenen Räumen lebensgefährlich und kann zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen führen.

    Appell: Prävention statt Therapie

    „Wir kämpfen dafür, dass flüssige Brandbeschleuniger idealerweise gar nicht mehr als Grillanzünder verkauft werden dürfen“, sagt Susanne Falk, Vorsitzende von Paulinchen e.V., der Initiative für brandverletzte Kinder (www.paulinchen.de). „Jeder Grillunfall durch Spiritus ist ein Unfall zu viel, weil er durch die Wahl des richtigen Anzünders zu 100 % hätte verhindert werden können.“

    Der Verein begleitet brandverletzte Kinder und ihre Familien auf dem langen Weg der Genesung. Doch das Ziel bleibt: dass dieser Weg gar nicht erst angetreten werden muss.

    Mehr Informationen und Veranstaltungshinweise unter: www.paulinchen.de

    Quelle: Pressemeldung Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.