Liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir begrüßen Sie herzlich im Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V., dem Verbund niedergelassener Kinder- und Jugendärzt*innen Münsters und Umgebung.

Mit unserem Kinder- und Jugendärzt*innen-Netz bieten wir Ihnen und Ihren Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahre die bestmögliche ambulante Gesundheitsversorgung mit einheitlich hohen Qualitätsstandards. Die enge Kooperation untereinander und mit stationären und ambulanten Spezialeinrichtungen der Kinder- und Jugendmedizin ermöglicht es, die netzinternen Fachkompetenzen und die ambulanten Untersuchungs- und Therapieverfahren sinnvoll zu nutzen und die Zahl und Dauer der Klinikaufenthalte gering zu halten. Machen Sie sich ein Bild von unserem Leistungsspektrum.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Für Terminvereinbarungen wenden Sie sich bitte an die von Ihnen gewählte Kinder- und Jugendarztpraxis. Sie finden diese in der Rubrik links "Praxisverzeichnis".

Für Rückfragen zum Ärztenetz e. V. kontaktieren Sie bitte unsere Netzsekretärin unter der Mail-Adresse: reuter.paednetz@noSpam.web.de

Auf den nächsten Seiten erhalten Sie praktische medizinische Tipps, Adressen für den Notfall, das Verzeichnis der Mitgliedspraxen des Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V.  und Informationen über wichtige Termine, Aktivitäten und Informationsquellen.

Wichtige Hinweise:

Durch u.g. Maßnahmen sind Sie und Ihr Kind vor Ansteckung in den Praxen geschützt!
Nehmen Sie unbedingt zeitgerechte Termine für Vorsorgen und Schutzimpfungen wahr!
Fehlende oder verspätete Impfungen oder Vorsorgen gefährden Ihr Kind!


AKTUELLE iNFORMATIONEN ÜBER Infekte und Infektionskrankheiten -- Vorgehen bei Infektionsverdacht

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  • Willkommensbesuche helfen Familien von Anfang an

    Eltern erleben das Angebot der Frühen Hilfen als wertschätzend, informativ und hilfreich. Das zeigen aktuelle Befragungen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH).

    Willkommensbesuche bei Familien mit Neugeborenen kommen gut an: Mehr als 90% der befragten Eltern, die einen Willkommensbesuch ihrer Kommune in Anspruch genommen haben, waren sehr zufrieden oder zufrieden damit. Das ergab eine aktuelle Befragung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH).

    Die Besuche unterstützen Eltern kurz nach der Geburt ihres Kindes. Sie erhalten Informationen über Angebote vor Ort, erfahren, an wen sie sich mit Fragen wenden können, und fühlen sich willkommen. 84,3% der befragten Eltern sagen, dass sie durch den Besuch einen guten Überblick über lokale Angebote und Anlaufstellen bekommen haben. 70,6% hatten dadurch das Gefühl, dass Familien und Kinder in ihrer Kommune willkommen sind.

    Willkommensbesuche sind ein freiwilliges Angebot der Kommunen für Eltern mit neugeborenen Kindern. Eine Auswertung der NZFH-Kommunalbefragungen ergab, dass in rund 60 Prozent aller befragten 564 Kommunen Willkommensbesuche als Angebot der Frühen Hilfen umgesetzt werden. Die Eltern erhalten bei dem Besuch meist ein Willkommenspaket mit Informationsmaterialien zu kommunalen Angeboten für Familien und einem kleinen Geschenk. Vor allem aber geht es um das persönliche Gespräch: Die Eltern können Fragen stellen, erhalten Hinweise auf passende Angebote und werden bei Bedarf an weitere Hilfen vermittelt.

    Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Durch Willkommensbesuche erhalten Familien einen besonders frühen und niedrigschwelligen Zugang zu weiteren Angeboten der Frühen Hilfen. Die Besuchenden informieren über Unterstützung vor Ort und vermitteln bei Bedarf dorthin. Die Erkenntnisse aus den Erhebungen des NZFH zeigen deutlich, wie wichtig Willkommensbesuche für einen guten Start ins Familienleben sind, wenn sie in ein kommunales Netzwerk Frühe Hilfen eingebettet sind.“

    Zentrale Ergebnisse im Überblick:

    • Willkommensbesuche sind weit verbreitet: 2024 gehörten sie in rund 60% der 564 befragten Kommunen zum Angebot der Frühen Hilfen. Deutschlandweit wurden im Jahr 2024 pro Kommune, die Willkommensbesuche anbietet, im Durchschnitt 934 Familien kontaktiert und davon 518 anschließend besucht. Die durchschnittliche Anzahl der kontaktierten und besuchten Familien ist in Großstädten drei- bis fünfmal höher als in den anderen Kreistypen.
    • Eltern bewerten die Besuche sehr positiv: Über 90% der befragten Eltern waren zufrieden oder sehr zufrieden. Zwei Drittel würden den Besuch ganz bestimmt weiterempfehlen.
    • Die Besuche vermitteln Information und Orientierung: 84,3% der Eltern sagten, dass sie durch den Besuch einen guten Überblick über Angebote, Anlaufstellen und Ansprechpersonen erhalten haben. Eltern mit Besuch fühlten sich außerdem besser über lokale Unterstützungsangebote informiert als Eltern ohne Besuch.
    • Die Besuche stärken das Gefühl, willkommen zu sein: 70,6% der befragten Eltern hatten nach dem Besuch das deutliche Gefühl, dass Familien und Kinder ihrer Kommune am Herzen liegen.
    • Die Besuche erleichtern den Zugang zu Hilfen: 82,5% der Eltern stimmten voll zu, dass der Besuch vermittelt hat, dass es in Ordnung ist, als Eltern Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
    • • Die Besuche informieren gut über konkrete Angebote vor Ort: Informiert wird bei den Besuchen vor allem über niedrigschwellige Angebote in Familien- oder Stadtteilzentren (66%), Eltern-Kind-Gruppen (70%) sowie Kurse für Eltern und Beratungsangebote (45%).
    • • Willkommensgeschenke erhöhen die Teilnahme: 42% der Eltern nahmen das Angebot unter anderem auch deshalb in Anspruch, weil sie das Begrüßungspaket und das Willkommensgeschenk erhalten wollten.
    • • Die Art der Einladung ist entscheidend: Besonders viele Familien nehmen teil, wenn sie automatisch einen konkreten Terminvorschlag erhalten und nur absagen müssen, wenn sie den Besuch nicht wünschen. Mit dieser sogenannten Widerspruchslösung kommen in den untersuchten Kommunen bis zu 90% der Besuche zustande. Müssen Eltern selbst aktiv einen Besuch anfragen, liegt die Quote nur bei 15%.
    • • Die Besuche sind unterschiedlich gestaltet: Durchgeführt werden die Besuche am häufigsten von Sozial- oder Diplom-Pädagoginnen und -Pädagogen, seltener auch von Personen aus Gesundheitsfachberufen. In 26,6% der Kommunen kommen auch Freiwillige zum Einsatz.

    Mehr Informationen zu den Willkommensbesuchen finden Sie unter: fruehehilfen.de
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    Rabea Ottenhues, K 1 - Presse und Öffentlichkeitsarbeit, übergreifende Kommunikation, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
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    Quelle: idw-online.de, BIÖG
     

     

  • Finger weg vom Spiritus! Grillunfälle sind zu 100% vermeidbar

    Das Problem bei Spiritus ist nicht nur die Flüssigkeit selbst, sondern die Gaswolke, die sich beim Ausgießen schlagartig bildet. Diese Dämpfe sind schwerer als Luft und breiten sich unsichtbar über dem Grill und in der Umgebung aus. Sobald eine Zündquelle wie ein Streichholz oder Restglut die Gaswolke erreicht, kommt es zu einer explosionsartigen Verpuffung. Diese meterhohen Stichflammen treffen oft Umstehende – vor allem Kinder, deren Gesichtshöhe sich genau auf der Höhe der Feuerwalze befindet.

    Feuerwehr und Ärztinnen/Ärzte mahnen eindringlich

    „Man kann es nicht deutlich genug sagen: Spiritus am Grill ist ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit der Umstehenden“, mahnt Dirk Aschenbrenner, Direktor der Feuerwehr Dortmund und Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb). „Mein Rat als Brandschützer: Nehmen Sie geeignete Zündmittel und sich ausreichend Zeit für sicheres Grillen – denn ein schöner Abend darf nicht mit einem lebenslangen Trauma enden.“

    Auch die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV) unterstützt den Appell von Paulinchen e.V.: „Auf flüssige Brandbeschleuniger sollte verzichtet werden“, erklärt Professor Paul Christian Fuchs, Präsident der DGV und Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie am Krankenhaus Köln-Merheim. „Der Griff zum falschen Anzünder führt oft zu monatelangen, teils jahrelangen Behandlungen und lebenslangen Narben – das erleben wir immer noch zu oft im klinischen Alltag, und den Schaden hat oft nicht der Anwender, sondern der gegenüberstehende Mensch.“

    Tipps für ein sicheres Grillvergnügen

    Damit der Grillabend sicher bleibt, müssen flüssige Brandbeschleuniger konsequent vom Grillplatz verbannt werden. Paulinchen e.V. empfiehlt:

    • Finger weg von Spiritus: Nutzen Sie ausschließlich geprüfte Grillanzünder, z. B. Anzündwürfel oder Grillkamine.
    • Gute Standfestigkeit: Der Grill muss kippsicher und windgeschützt auf ebenem Untergrund stehen.
    • Sicherheitsabstand für Kinder: Richten Sie eine „Schutzzone“ von mindestens 2 bis 3 Metern um den Grill ein.
    • Löschmittel bereitstellen: Ein Eimer Sand, eine Löschdecke oder ein Feuerlöscher sollten immer griffbereit sein. Wichtig: Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen!
    • Geduld beim Abkühlen: Die Glut braucht oft bis zu 48 Stunden, um vollständig zu erlöschen. Vergraben Sie heiße Kohle niemals im Sand – der Strand wird so zur unsichtbaren Falle für Kinderfüße.
    • Zudem ist das Grillen in geschlossenen Räumen lebensgefährlich und kann zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen führen.

    Appell: Prävention statt Therapie

    „Wir kämpfen dafür, dass flüssige Brandbeschleuniger idealerweise gar nicht mehr als Grillanzünder verkauft werden dürfen“, sagt Susanne Falk, Vorsitzende von Paulinchen e.V., der Initiative für brandverletzte Kinder (www.paulinchen.de). „Jeder Grillunfall durch Spiritus ist ein Unfall zu viel, weil er durch die Wahl des richtigen Anzünders zu 100 % hätte verhindert werden können.“

    Der Verein begleitet brandverletzte Kinder und ihre Familien auf dem langen Weg der Genesung. Doch das Ziel bleibt: dass dieser Weg gar nicht erst angetreten werden muss.

    Mehr Informationen und Veranstaltungshinweise unter: www.paulinchen.de

    Quelle: Pressemeldung Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.
     

  • Drei europäische Länder erreichen 90%-ige Durchimpfungsrate bei der HPV-Impfung

    Einem neuen ECDC-Bericht zufolge empfehlen mittlerweile alle Länder der EU und des EWR („EEA“ = European Economic Area = Europäischer Wirtschaftsraum [EWR])) die HPV-Impfung für heranwachsende Mädchen und Jungen als festen Bestandteil ihrer Impfprogramme. Dies ist bedeutsam für Europas Bemühungen um die Krebsprävention.

    Fünfzehn Jahre nach der Einführung von HPV-Impfprogrammen in Europa zeigen, dass die HPV-Impfung bei der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs hochwirksam ist. Studien aus Schweden, Dänemark und dem Vereinigten Königreich belegen zudem, dass eine frühzeitige Verabreichung des Impfstoffs besonders effektiv ist. Eine schwedische Studie legte nahe, dass die Impfung von Mädchen vor ihrem 17. Geburtstag die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs um 88% senkte. In einer zusätzlichen sechsjährigen Nachbeobachtungsphase beobachtete die schwedische Studie eine anhaltende Verringerung des Gebärmutterhalskrebsrisikos sowie einen Rückgang der Inzidenz von invasivem Gebärmutterhalskrebs auf Bevölkerungsebene nach der HPV-Impfung.

    Impfungen erfordern Jahr für Jahr kontinuierliche Anstrengungen, um den Schutz über Generationen hinweg aufrechtzuerhalten und zu verhindern, dass eine zunehmende Zahl von Menschen – einschließlich jener Bevölkerungsgruppen, die durch das Gesundheitswesen bislang nur unzureichend versorgt werden – ungeimpft bleibt.

    Quellen: EurekAlert! ECDC (1, 2), Council of the European Union, RKI
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    Weitere Informationen
    zur HPV-Impfung: „Entschieden gegen Krebs“
    Hier gibt es auch eine Unterrubrik für Eltern, die häufige Fragen der Eltern und auch des Impflings beantwortet.
    Der BVKJ ist Kooperationspartner der Initiative "Entschieden gegen Krebs".