Liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir begrüßen Sie herzlich im Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V., dem Verbund niedergelassener Kinder- und Jugendärzt*innen Münsters und Umgebung.

Mit unserem Kinder- und Jugendärzt*innen-Netz bieten wir Ihnen und Ihren Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahre die bestmögliche ambulante Gesundheitsversorgung mit einheitlich hohen Qualitätsstandards. Die enge Kooperation untereinander und mit stationären und ambulanten Spezialeinrichtungen der Kinder- und Jugendmedizin ermöglicht es, die netzinternen Fachkompetenzen und die ambulanten Untersuchungs- und Therapieverfahren sinnvoll zu nutzen und die Zahl und Dauer der Klinikaufenthalte gering zu halten. Machen Sie sich ein Bild von unserem Leistungsspektrum.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Für Terminvereinbarungen wenden Sie sich bitte an die von Ihnen gewählte Kinder- und Jugendarztpraxis. Sie finden diese in der Rubrik links "Praxisverzeichnis".

Für Rückfragen zum Ärztenetz e. V. kontaktieren Sie bitte unsere Netzsekretärin unter der Mail-Adresse: reuter.paednetz@noSpam.web.de

Auf den nächsten Seiten erhalten Sie praktische medizinische Tipps, Adressen für den Notfall, das Verzeichnis der Mitgliedspraxen des Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V.  und Informationen über wichtige Termine, Aktivitäten und Informationsquellen.

Wichtige Hinweise:

Durch u.g. Maßnahmen sind Sie und Ihr Kind vor Ansteckung in den Praxen geschützt!
Nehmen Sie unbedingt zeitgerechte Termine für Vorsorgen und Schutzimpfungen wahr!
Fehlende oder verspätete Impfungen oder Vorsorgen gefährden Ihr Kind!


AKTUELLE iNFORMATIONEN ÜBER Infekte und Infektionskrankheiten -- Vorgehen bei Infektionsverdacht

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  • Tabakkonsum des Vaters könnte das Diabetesrisiko bei Kindern erhöhen

    Der Konsum von Tabakprodukten ist laut der Studie eine der Hauptursachen für vermeidbare gesundheitliche Probleme. Die Reduzierung von Risikofaktoren wie Rauchen und E-Zigarettenkonsum könnte dazu beitragen, die Diabetes-Epidemie einzudämmen. Diabetes erhöht das Risiko für weitere Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Nierenerkrankungen und Nervenschäden.

    „Wenn männliche Mäuse Nikotin im Trinkwasser aufnahmen, wiesen ihre Nachkommen Stoffwechselveränderungen auf, die offenbar den Zuckerstoffwechsel beeinflussen“, verdeutlichte die leitende Studienautorin Dr. Raquel Chamorro-Garcia von der University of California, Santa Cruz. „Dies deutet darauf hin, dass Tabakkonsum bei Männern mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Diabetes bei ihren Nachkommen verbunden ist.“

    Die Forscher*innen untersuchten die Nachkommen männlicher Mäuse, die Nikotin im Trinkwasser ausgesetzt waren. Diese wurden mit den Nachkommen einer Kontrollgruppe von Mäusen verglichen, die keinem Nikotin ausgesetzt waren. Die Studie ergab, dass weibliche Nachkommen nikotinexponierter männlicher Mäuse niedrigere Insulin- und Nüchternblutzuckerwerte aufwiesen als die Kontrollgruppe. Bei den männlichen Nachkommen zeigten die nikotinexponierten Mäuse niedrigere Blutzuckerwerte und eine veränderte Leberfunktion im Vergleich zur Kontrollgruppe. Übergewicht und Diabetes können zur Entwicklung einer Erkrankung beitragen, die als metabolisch bedingte Fettlebererkrankung bezeichnet wird (früher „Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung“, heute „Metabolische Dysfunktions-assoziierte steatotische Lebererkrankung“).

    Die Erkenntnis, dass bei (Mäuse-)Männern der Tabakkonsum das Risiko für chronische Erkrankungen ihrer (Mäuse-)Kinder erhöhen kann, lege nahe,die Gesundheit von Männern in die pränatale Beratung mit einzubeziehen, betonte Chamorro-Garcia, Assistenzprofessorin für Mikrobiologie und Umwelttoxikologie an der UC Santa Cruz. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Tabakkonsum von Vätern langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit ihrer Kinder haben kann.“
    Da die Mäuse im Experiment reinem Nikotin ausgesetzt waren, deuten die Ergebnisse laut Chamorro-Garcia darauf hin, dass Nebenprodukte in Zigaretten oder Zusatzstoffe in E-Zigaretten nicht für die Stoffwechselveränderungen verantwortlich waren.

    Quellen: Newswise; Endocrine Society; University of California, Santa Cruz; Journal of the Endocrine Society        

  • Erst backen, dann naschen - Ostergebäck zuhause sicher zubereiten

    Backmischungen, Fertigteige aber auch Mehle, können mit STEC-Bakterien (Shiga-Toxin-bildende E. coli) verunreinigt sein. Diese Mikroorganismen gehören zu den größten Verursachern bakterieller Durchfallerkrankungen in Deutschland. In mehreren vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) koordinierten Kontrollprogrammen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden in der jüngsten Vergangenheit in circa jeder zehnten Probe STEC-Bakterien nachgewiesen.

    Neben Mehl sind auch frische Eier eine Grundzutat jedes Rührteigs. Auch sie können mit gesundheitsgefährdenden Bakterien verunreinigt sein. Ein bekanntes Beispiel sind Salmonellen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Auch wenn die Kontrollprogramme der Lebensmittelüberwachung zeigen, dass Eier nur selten mit potenziell krankmachenden Bakterien verunreinigt sind, sollten auch beim Umgang mit rohen Eiern die üblichen Hygienemaßnahmen befolgt werden.

    „Damit das gemeinsame Oster-Backen eine ungetrübte Freude bleibt, sollte auf das Naschen von rohem Teig verzichtet werden“, rät BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl und erklärt: „Erst nach vollständigem Erhitzen im Backofen werden möglicherweise im Teig vorhandene STEC-Bakterien oder Salmonellen zuverlässig abgetötet.“

    STEC-Bakterien und Salmonellen

    Shiga-Toxin-bildende E. coli (STEC) zählen zu den krankmachenden E. coli-Bakterien. Sie kommen natürlicherweise im Darm von Wiederkäuern vor. Durch die Ausscheidungen von Wildwiederkäuern auf dem Feld, verunreinigtes Bewässerungswasser und organische Düngung können auch pflanzliche Lebensmittel wie Getreidemehle und Mehlprodukte mit STEC kontaminiert werden. STEC-Bakterien können beim Menschen akute Darmentzündungen hervorrufen, die zum Teil einen schweren Verlauf nehmen. Durch Kochen, Backen und Frittieren werden STEC abgetötet. Das Lebensmittel muss dabei an allen Stellen mindestens für zwei Minuten auf 70 Grad Celsius erhitzt werden.

    Salmonellen sind Bakterien, deren Stoffwechselprodukte beim Menschen eine akute Darmentzündung, die Salmonellose, auslösen können. Sie gehört nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen. Salmonellen kommen im Magen-Darm-Trakt vieler Haus- und Wildtiere vor. Dabei können Hühnereier zum Beispiel über den Kot der Legehenne mit Salmonellen infiziert werden. Die Erreger gelangen unter anderem über unzureichend erhitzte Eier in die Nahrung. Salmonellen vermehren sich ab sieben Grad Celsius. Sie werden durch gründliches Erhitzen der Lebensmittel auf mindestens 70 Grad Celsius für zwei Minuten abgetötet.
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    Harald Händel, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 
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    Quellen: idw-online.de, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)


     

  • Autismus: Vermutlich Anzahl betroffener Mädchen ähnlich hoch wie bei Jungen

    Die Prävalenz von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) hat in den letzten drei Jahrzehnten zugenommen, mit einem Verhältnis von Jungen zu Mädchen von etwa 4:1. Die vermehrte Diagnose von Autismus beruht vermutlich u.a. auf erweiterten Diagnosekriterien und gesellschaftlichen Veränderungen (z. B. dem Alter der Eltern). Das hohe Verhältnis von Jungen zu Mädchen wird auf bessere soziale und kommunikative Fähigkeiten bei Mädchen zurückgeführt, wodurch Autismus bei letzteren schwerer zu erkennen ist. Bislang hat jedoch keine größere Studie diese Trends über den gesamten Lebensverlauf untersucht.

    Diagnosehäufigkeit: Bis zum Alter von 20 Jahren verliert sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern

    Um dies zu untersuchen, nutzten Forscher*innen nationale Register, um die Diagnosehäufigkeit von Autismus bei 2,7 Millionen in Schweden zwischen 1985 und 2022 geborenen Personen zu analysieren. Diese Personen wurden von der Geburt bis zu einem Alter von maximal 37 Jahren begleitet.

    Während dieses Beobachtungszeitraums von über 35 Jahren wurde bei 78.522 (2,8%) der erfassten Schweden Autismus diagnostiziert, im Durchschnittsalter von 14,3 Jahren. Die Diagnosehäufigkeit stieg mit jedem Fünfjahresintervall im Kindesalter an und erreichte ihren Höhepunkt mit 645,5 pro 100.000 Personenjahre bei Jungen im Alter von 10–14 Jahren und 602,6 bei Mädchen im Alter von 15–19 Jahren. Obwohl Jungen im Kindesalter häufiger die Diagnose Autismus erhielten, holten Mädchen in der Adoleszenz auf, sodass das Verhältnis von Jungen zu Mädchen im Alter von 20 Jahren nahezu 1:1 erreichte.

    Grenzen der Studie

    Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie. Die Autor*innen räumen ein, dass sie andere mit Autismus assoziierte Erkrankungen wie ADHS und geistige Behinderung nicht berücksichtigt haben. Auch konnten sie gemeinsame genetische und Umweltfaktoren wie die psychische Gesundheit der Eltern nicht kontrollieren.

    Daher schreiben sie: „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Verhältnis von Männern zu Frauen mit Autismus im Laufe der Zeit und mit steigendem Diagnosealter abgenommen hat. Dieses Verhältnis könnte daher deutlich niedriger sein als bisher angenommen, sodass es in Schweden im Erwachsenenalter möglicherweise nicht mehr erkennbar ist.“

    „Diese Beobachtungen unterstreichen die Notwendigkeit zu untersuchen, warum Frauen später diagnostiziert werden als Männer“, schließen sie.

    Quelle: medicalXpress, BMJ (1, 2